Der Biorhythmus:

Nachdem mein Schwiegervater mit seinen damals 88 Jahren es nicht mehr geschafft hat unseren Biorhythmus zu erstellen, hat er mich vor 10 Jahren in die Weisheiten, Sinn und Zweck dieser alten Berechnung eingeführt. Um hier nicht etwas zusammenzustöpseln, hab ich mich eines Buches von ihm bedient.*

Zum besseren Verständnis hier eine Übersicht. Der Biorhythmus besteht aus mehreren Kurven. Am häufigsten wird der Primärrhythmus berechnet:

  1. Körperkurve
  2. Seelenkurve
  3. Geistkurve

Weiter gibt es noch den Sekundärrhythmus, der erst interessant wird, wenn dieser mit den halbperiodischen/periodischen Tagen des Primärrhythmus zusammentrifft (besonders interessant bei Gehirnoperationen).

Die Mittelwertkurve wird ebenfalls kaum berechnet (hier zählt dann auch die Geburtsstunde).

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Körperkurve

männlicher Rhythmus – alle 23 Tage, entspricht dem körperl. Geschehen wie

  • Leistungsfähigkeit und
  • gute Organtätigkeit

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Seelenkurve

weibliche Kurve – alle 28 Tage, gibt Aufschluss über die seelische Stimmung und bezeichnet sie als Ausdruck von

  • Gemüt
  • Einfühlungskraft
  • künstlerische Darstellungskraft
  • Wandelbarkeit der Launen
  • Gutmütigkeit oder Mißmut
  • melancholische Veränderungen
  • depressive Veränderungen
  • Triebhaftigkeit und Sex

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Geistkurve

Erst 1923 fand der Biorhythmiker Teltscher den dritten, einen geistigen Rhythmus. Nach etlichen Versuchen wurde der Rhythmus von 33 Tagen ermittelt und nennt sich „Intellektkurve“ oder heute auch „Geistkurve“. Sie bezeichnet die geistigen Kräfte, darunter verstehen wir:

  • schöpferische Fähigkeiten
  • Lebenskräfte und Energien
  • Lebensweisheiten, die sich durch höhere Gedankenkräfte mobilisieren,
  • Selbstsicherheiten und Lebensbejahungen

Diese Kurve ist für die Intuition besonders wichtig.

Die periodischen / halbperiodischen Tage:

Wenn sich die Kurven überschneiden, bzw. auch die Halbübergänge vom Plus ins Minus und umgekehrt, dann ergeben sich sogenannte „Übergangstage“ oder auch „kritische Tage“ die mit einem „0xx“ oder „0x“ bezeichnet werden. An diesen periodischen Tagen fühlt sich keiner wohl und auch die Gefahr von z.B. selbst verschuldeten Unfällen kann hier ansteigen. Man kann es auch so bezeichnen, dass die Aufmerksamkeit vermindert, die Spannkraft gelockert und die Laune gedrückt wird.

Das bedeutet jetzt nicht, dass dies zwangsläufig Auswirkungen aufs Leben hat. Es heißt nur, dass man an diesen Tagen einfach eine negative Tendenz hat, die diese Auswirkung haben könnte, aber nicht muss.

Es ist gesichert, dass an diesen Schnitttagen körperliches und geistiges Versagen vorkommt. Dies kann zur Folge haben, dass man sich schlapp fühlt, unkonzentriert ist oder auch eine schlechte Verhandlungsposition hat.
Zur Vollständigkeit sei noch angemerkt, dass auch an anderen Tagen natürlich Unfälle passieren, denn der Biorhythmus beschreibt ja nur den eigenen Rhythmus, nicht aber die Konzentration oder gar Auswirkungen von Außen.

Die Geburtsstunde:

Der Biorhythmus beginnt mit der Stunde der Geburt und ist der Primärrhythmus, der gleichförmig das ganze Leben durchläuft. Beim 23 Tage-Rhythmus ist die Hälfte 11,5 Tage, die Mitte also nach 11 Tagen und 12 Stunden. Wenn einer also um 11 Uhr geboren ist, so sind die 12 Stunden um 23.00 Uhr erreicht.

Beim 28-Tage-Rhythmus sind es alle 14 Tage, hier ist die Stunde der Geburt also unerheblich.

Im 33-Tage-Rhythmus ergeben sich 16,5 Tage, also zählen auch hier wieder die 12 Stunden.

Der Sekundärrhythmus:

Beginnt auch bei der Geburt, geht aber von Geburtstag zu Geburtstag und errechnet sich aus dem Zeitraum, in dem die Erde einmal um die Sonne läuft. Hinzu kommt, das pro Tag auch die Achsendrehung der Erde um sich selbst verzeichnet werden muss. Nur im Zusammenwirken mit dem Primärrhythmus erhält auch der Sekundärrhythmus seine Bedeutung. Der schweizer Hans R. Früh entdeckte diesen Rhythmus und erklärt hierzu, dass der Sekundärrhythmus dann interessant wird, wenn der periodische oder halbperiodische Tag des Primärrhythmus mit denen des Sekundärrhythmus überenstimmen.

Wo unterstützt der Biorhythmus?

Der Biorhythmus zeigt einem vorher oder auch nachher, warum man sich abgeschlagen gefühlt hat oder warum es so leicht von der Hand ging. Ist die Welle über der 0-Linie so zeigen sich positive Züge, sinkt sie unter die 0-Linie zeigen sich negative Züge. Dabei sind die Schnitttage (halb- und periodisch) besonders kritisch.

Daher können die 3 direkten Kurven und ggf. auch die Mittelwertkurve herangezogen werden bei (Zitat von Malte W. Wilkes):

  • Konferenzen
  • Prüfungen
  • sportlichen Hochleistungen
  • Kurzurlauben
  • Kuren
  • Operationen
  • wichtigen Lebensentscheidungen
  • weiten Autofahrten
  • körperlichen Anstrengungen, wie z.B. beim Umzug
  • Ausflügen
  • Anträgen auf Gehaltserhöhung
  • Heiratsanträgen
  • Behördenbesprechungen
  • Verhandlungen usw.

Die Körperkurve (23-Tage-Rhythmus) bestimmt das materielle, körperliche Befinden (Zitat von Malte W. Wilkes):

  • Angriffsfreudigkeit
  • Energie
  • Mut, Tapferkeit
  • Ausdauer
  • Unternehmenslust
  • Widerstand
  • Aggressivität

Die Seelenkurve (28-Tage-Rhythmus) bestimmt im Zusammenwirken mit der Körperkurve (=Substanzkurven) das körperliche Wohlbefinden, psychisch kann sich diese Kurve auswirken auf (Zitat von Malte W. Wilkes):

  • allgemeine Stimmungslage
  • Gefühlslage
  • Optimismus
  • Fröhlichkeit
  • Kreativität
  • Geisteskraft, Meditation
  • Verbundenheit, sozialen Geist

Die Geistkurve (33-Tage-Rhythmus) spiegelt ausschließlich die geistigen Situationen wieder (Zitat von Malte W. Wilkes):

  • Geistesgegenwart
  • Auffassungsfähigkeit und -bereitschaft
  • Schlagfertigkeit
  • Assoziationsvermögen
  • Kombinationsvermögen
  • Logik
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Wichtiger Hinweis:

Der Biorhythmus ist kein Horoskop.
Er garantiert nicht den Erfolg.
Er verkündet auch nicht im Voraus den Mißerfolg.

Berechnung des Biorhythmus:

Ich berechne den Primärrhythmus (Körper-, Seele- und Geistkurve). Hierzu bediene ich mich verschiedener Listen und diversen Kontrolltagen. Keine automatische Berechnung über Programme o. ä., um so Fehlerquellen wie z. B. fehlerhaft berechnete Schaltjahre vorzubeugen.

Jede Berechnung findet manuell statt und ist durch die Kontrolltage fehlerfrei. Inklusive farblicher Markierung von Übergangstagen / kritischen Tagen (rot) sowie allen Hochs (grün) und Tiefs (hellrot). Die Berechnung des Sekundärrhythmus ist optional und nur wichtig, wenn der ausgewählte OP-Tag die Körper/Seele-Kurve nicht im Plus hat.

Quellhinweis:

*Als Vorlage für die ganzen Infos diente mir Vati sein altes Buch von Malte W. Wilkes aus dem Jahre 1985. Herausgegeben durch den HEYNE-Verlag Nr. 08/4640, 6. Auflage, ISBN 3-453-41312-1